NORMEN

EN 1514-2 – Spiraldichtungen für Flanschverbindungen nach PN-System

Symbolbild für Spiraldichtungen für Flanschverbindungen nach EN 1514-2.

EN 1514-2 normiert Spiraldichtungen für europäische PN-Flansche. Spiraldichtungen verbinden metallische Formstabilität mit elastischer Dichtfähigkeit und sind die bevorzugte Wahl für Mittel- und Hochdruckanwendungen.

Aktualisiert 10. Juli 2026
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Was ist EN 1514-2?

EN 1514-2 normiert Spiraldichtungen (Spiral Wound Gaskets) für Flanschverbindungen nach dem europäischen PN-System. Spiraldichtungen bestehen aus einem spiralförmig gewickelten metallischen Trägerband (V-förmiges Profilband) mit einem dazwischen liegenden weichen Füllmaterial — typischerweise Grafit oder PTFE.

Aufbau einer Spiraldichtung:

  • Metallband (Träger): Edelstahlband (316L, 304, Alloy 20, Hastelloy etc.) für mechanische Festigkeit
  • Füllmaterial: Grafit für Heißdampf und Hochtemperatur, PTFE für Chemikalienanwendungen
  • Außenring (CG-Ausführung): Führt die Dichtung im Flansch und zentriert die Dichtung im Flansch und unterstützt die kontrollierte Verpressung
  • Innenring (CGI-Ausführung): Verhindert Extrusion des Füllmaterials in die Leitung

Was EN 1514-2 normiert:

  • Maße (Innen-, Außendurchmesser, Dicke) für alle PN/DN-Kombinationen
  • Bauformen CG (mit Außenring) und CGI (mit Innen- und Außenring)
  • Maßtoleranzen und Prüfanforderungen
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Einsatzbereiche von Spiraldichtungen nach EN 1514-2

Anwendung
Vorteil Spiraldichtung
Heißdampf-Rohrleitungen und Dampferzeuger

Grafit-Füllung thermisch stabil bis über 500 °C, formstabil dank Metallträgern

Chemische Prozessanlagen

PTFE-Füllung für Säuren, Laugen und reaktive Medien; Metalloberflächen nicht im Medienkontakt

Raffinerie und petrochemische Anlagen

Hoher Druck, hohe Temperatur, Kohlenwasserstoffe — Spiraldichtungen als Standardlösung

Kraftwerke und Energieerzeugungsanlagen
Zuverlässige Abdichtung auch bei thermischen Wechselbelastungen

Was HP-Dichtungen zu EN 1514-2 liefert

  • Spiraldichtungen Grafit für Dampf und Hochtemperatur

    Spiraldichtungen mit Grafitfüllung (CG, CGI) nach EN 1514-2 für Heißdampf und andere Hochtemperaturanwendungen.

  • Spiraldichtungen PTFE für Chemikalien

    PTFE-gefüllte Spiraldichtungen für Säuren, Laugen und alle Medien, für die PTFE die richtige Werkstoffwahl ist.

  • Sondermaterialien auf Anfrage

    Spiraldichtungen mit Sondermaterialien (Hastelloy, Alloy 20, INCONEL) für hochkorrosive Umgebungen auf Anfrage.

  • EN-13555-Kennwerte für Flanschberechnung

    EN-13555-Dichtungsdaten für die Flanschberechnungen nach EN 1591-1 — auf Anfrage für ausgewählte Produkte verfügbar.

Häufige Fragen zu EN 1514-2

Was ist der Unterschied zwischen CG- und CGI-Spiraldichtungen?

CG (Compressed Gasket): Spiraldichtung mit Außenring zur Führung im Flansch und zur Kompressionsbegrenzung — Standard für die meisten Anwendungen.

CGI (mit Innenring): Zusätzlicher Innenring verhindert das Eindrücken des Füllmaterials in den Rohrdurchmesser — wichtig bei höheren Drücken, Medien mit engen Partikelreinheitsanforderungen oder wenn Turbulenzen im Bereich der Dichtung vermieden werden sollen.

Grafit oder PTFE als Füllmaterial?

Grafit für hohe Temperaturen (bis >500 °C), Dampf, Kohlenwasserstoffe und Oxidations- beständige Anwendungen. PTFE für Chemikalien, Säuren, Laugen und Lebensmittelanwendungen — aber maximale Temperatur ca. 260 °C.

Bis zu welchem Druck eignen sich Spiraldichtungen?

Spiraldichtungen sind für zahlreiche PN-Nennstufen nach EN 1514-2 verfügbar. In der Praxis kommen sie besonders häufig ab PN 40 zum Einsatz, dort, wo Weichstoffdichtungen zunehmend an ihre Grenzen stoßen.

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Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen technischen Information und stellt keine verbindliche Auslegung der genannten Normen oder Standards dar. Verbindlich sind ausschließlich die jeweils gültigen Originalfassungen der entsprechenden Normen sowie die Anforderungen des jeweiligen Anwendungsfalls. Für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Inhalte wird keine Haftung übernommen.