Medium
Öl · Wasser · Dampf · Chemie
Temperatur
Kälte · Standard · Hochtemperatur
Funktion
Abdichten · Führen · Stützen · Gleiten
Belastung
Druck · Abrieb · Reibung · Kriechen
Dichtungswerkstoffe sinnvoll einordnen — nicht nur vergleichen.
Werkstoffe werden in der Praxis selten isoliert ausgewählt. Eine Stangendichtung braucht zum Beispiel elastische Dichtwirkung, Abriebfestigkeit, passende Medienbeständigkeit und oft ein Führungs- oder Stützkonzept. Genau deshalb ist die Werkstoffauswahl ein Systemthema.
Nach Medium
NBR, HNBR und FKM sind typische Kandidaten für Öle, Fette, Kraftstoffe und Hydraulikmedien. EPDM spielt seine Stärken bei Wasser, Heißwasser, Dampf und Witterung aus. Für aggressive Chemikalien, Reinheit oder sehr niedrige Reibung führen die Wege oft zu PTFE, PTFE-Compounds oder FFKM.
Nach Funktion
Elastomere erzeugen die elastische Dichtwirkung. Thermoplaste, Duroplaste und Faserverbunde übernehmen häufig Führungs-, Stütz-, Trag- oder Isolierfunktionen. PTFE-Compounds liegen dazwischen: Sie dichten, gleiten und stabilisieren, wenn Reibung und chemische Beständigkeit entscheidend sind.
Nach Belastung
Bei dynamischer Bewegung und Abrieb sind PU und TPU stark. Bei hoher Temperatur, geringer Kriechneigung oder engen Toleranzen werden PEEK, Polyimid, PTFE-Glas, Epoxidharz- oder Phenolharz-Gewebe interessant. Bei Flanschen und statischen Hochdruckstellen kommen Graphit, Aramid und Faserstoffe ins Spiel.
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Ich suche elastische Dichtwirkung
Startpunkt für NBR, HNBR, EPDM, FKM, FFKM, VMQ, FVMQ, NR und CR — also Elastomere, die Rückstellkraft und Medienbeständigkeit liefern.
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Ich habe Bewegung, Abrieb oder Zylinderbetrieb
Startpunkt für PU und TPU, wenn dynamische Dichtungen, Abstreifer, Führungen oder lange Standzeiten im Vordergrund stehen.
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Ich brauche Chemie- oder Reibungsvorteile
Startpunkt für PTFE und gefüllte PTFE-Compounds bei aggressiven Medien, niedriger Reibung, Stick-Slip oder hohen Temperaturen.
Alle Werkstoffgruppen auf einen Blick.
Jede Werkstoffgruppe steht für einen anderen Ansatz: Jedes Material hat seine spezifischen Eigenschaften und Einsatzbereiche.
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Elastomere im Überblick
Der Einstieg in elastische Dichtungswerkstoffe: Auswahl nach Öl, Wasser, Dampf, Chemie, Temperatur, Alterung und dynamischer Beanspruchung.
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Polyurethane im Überblick
Der Einstieg in PU- und TPU-Werkstoffe für dynamische Dichtungen, Führungsringe, Abstreifer und mechanisch stark belastete Formteile.
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Thermoplaste im Überblick
Vergleich von PA, POM, TPE-E und PEEK für Führungsringe, Gleitlager, Stützringe, Abstreifer und technische Präzisionsteile.
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PTFE-Compounds im Überblick
Der Einstieg in reine und gefüllte PTFE-Werkstoffe für Chemie, Lebensmittel, Pharma, Hochtemperatur, niedrige Reibung und Gleitanwendungen.
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Duroplaste im Überblick
Vergleich formstabiler, chemikalien- und temperaturbeständiger Werkstoffe für Führungs-, Stütz-, Träger- und Isolierbauteile.
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Verbund- und Faserwerkstoffe im Überblick
Der Einstieg in faserverstärkte und graphitbasierte Werkstoffe für Flanschdichtungen, Packungen, Hochdruck und statische Anwendungen.
Elastomere: Rückstellkraft, Medienbeständigkeit und Dichtwirkung.
Elastomere sind die klassische Basis vieler Dichtungen. Sie passen sich an, speichern Vorspannung und gleichen Toleranzen aus. Die entscheidende Frage lautet nicht nur, welcher Kautschuk elastisch ist, sondern welcher Elastomerwerkstoff zum Medium, zur Temperatur und zur Alterungsbelastung passt.
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NBR
Der wirtschaftliche Standard für Dichtungen in Hydraulik, Pneumatik, Maschinenbau, Ölen, Fetten und vielen Kraftstoffanwendungen.
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HNBR
Die robustere NBR-Weiterentwicklung, wenn Wärme, Ozon, Alterung, Abrieb oder mechanische Belastung über Standard-NBR hinausgehen.
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EPDM
Erste Wahl für Wasser, Heißwasser, Dampf, Witterung und viele polare Medien — aber nicht für Mineralöle, Kraftstoffe oder mineralölbasiertes Hydrauliköl.
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FKM
Der Hochtemperatur- und Medienwerkstoff für Öle, Kraftstoffe, viele Chemikalien und Anwendungen, in denen NBR oder HNBR nicht reichen.
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FFKM
Die Spitzenklasse für extreme Chemikalien, hohe Temperaturen, geringe Permeation und kritische Prozesse mit hohen Ausfallkosten.
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VMQ / Silikon
Sinnvoll bei Kälteflexibilität, Reinheit, Lebensmittel-, Medizin- und Laboranforderungen, aber begrenzt bei Ölen, Kraftstoffen und Abrieb.
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FVMQ / Fluorsilikon
Verbindet Silikonvorteile mit besserer Öl- und Kraftstoffbeständigkeit — spannend bei Kälte, Reinheit und mineralischen Medien.
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NR / Naturkautschuk
Sehr elastisch, abriebfest und dämpfend, aber empfindlich gegen Öl, Kraftstoff, Ozon und UV. Relevant, wenn Elastizität dominiert.
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CR / Chloropren
Ein robuster Allround-Elastomer für Witterung, Ozon, Kühlung und moderate Öl- oder Chemikalienbelastung.
Elastomere
Unsicher zwischen NBR, HNBR, EPDM, FKM oder FFKM?
Wenn Medium, Temperatur und Einbausituation bekannt sind, lässt sich die Elastomer-Auswahl schnell eingrenzen.
Polyurethane: wenn Bewegung, Verschleiß und Standzeit zählen.
In Zylindern und bewegten Dichtsystemen entscheidet nicht nur die chemische Beständigkeit. Rückstellkraft, Abriebfestigkeit, Extrusionssicherheit, Hydrolyseverhalten und Verarbeitbarkeit bestimmen, wie lange eine Dichtung unter Bewegung verlässlich arbeitet.
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PU / Polyurethan
Stark bei Abrieb, Reißfestigkeit, Rückstellkraft und dynamischer Belastung — besonders für Zylinder-, Abstreif- und Führungsanwendungen.
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TPU
Thermoplastisch verarbeitbares Polyurethan für verschleißfeste, dynamische und gut reproduzierbare Dichtungs- und Formteillösungen.
Praxis
PU ist stark, aber nicht universell.
Bei aggressiven Lösungsmitteln, starken Säuren, Heißwasser oder dauerhaft hohen Temperaturen lohnt sich der direkte Vergleich mit FKM, FFKM, PTFE oder PEEK.
Thermoplaste: maßhaltige Bauteile für Führung, Stützung und Gleiten.
Thermoplaste werden in Dichtungssystemen oft nicht als elastische Hauptdichtung eingesetzt, sondern als Führungs-, Gleit-, Stütz- oder Präzisionselement. Ihre Stärken liegen in Maßhaltigkeit, Formstabilität, Fertigungstoleranz und mechanischer Belastbarkeit.
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POM
Präziser, formstabiler Thermoplast mit geringer Wasseraufnahme — stark für Führungsringe, Gleitlager und maßhaltige Formteile.
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TPE-E
Kombiniert Elastizität und thermoplastische Verarbeitung für Profilteile, dynamische Anwendungen und wirtschaftliche Serienfertigung.
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PEEK
Der Hochleistungs-Thermoplast für Temperatur, Chemie, geringe Kriechneigung und Präzisionsbauteile, wenn PA oder POM an Grenzen kommen.
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PA / Polyamid
Robust, fest und gleitfähig für Führungs- und Stützringe. Feuchteaufnahme und Maßveränderung müssen bei engen Toleranzen beachtet werden.
Führung & Stützung
Führungsring, Stützring oder Präzisionsteil richtig einordnen.
Wir prüfen, ob PA, POM, PEEK oder ein anderer Thermoplast zur Belastung, Feuchte, Temperatur und Toleranz passt.
PTFE und PTFE-Compounds: chemisch stark, tribologisch gezielt einstellbar.
PTFE ist der Werkstoffbereich für aggressive Medien, breite Temperaturfenster und niedrige Reibung. Die eigentliche Entscheidung liegt oft im Compound: Glas, Kohle, Bronze oder Graphit verschieben Tragfähigkeit, Verschleiß, Wärmeleitung, Kaltfluss und Gleitverhalten.
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Reines PTFE
Maximale chemische Beständigkeit, Reinheit und niedrigste Reibung bei moderater mechanischer Belastung und Kaltflussrisiko.
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PTFE + Kohle
Für stabile Reibwerte, reduzierte Wärmeentwicklung und verbessertes Verschleißverhalten in dynamischen Gleitpaarungen.
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PTFE + Bronze
Mechanisch tragfähiger, wärmeleitfähiger und kaltflussärmer — sinnvoll bei Druck, Trockenlauf und anspruchsvollen Gleitelementen, aber nicht für aggressive Medien, Wasser oder Reinheitsanwendungen, da Bronze korrodiert.
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PTFE + Graphit
Festschmierstoffgefülltes PTFE für gutes Anlaufverhalten, weniger Stick-Slip und verschleißarme Führungs- oder Gleitelemente.
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PTFE + Glas
Mehr Formstabilität, Tragfähigkeit und geringere Kriechneigung als reines PTFE — ideal für belastete Gleit- und Führungselemente, kann aber weiche Gegenlaufflächen angreifen.
PTFE-Compound
Reines PTFE oder gefüllter Compound?
Füllstoffe wie Glas, Kohle, Bronze oder Graphit verändern Kriechverhalten, Reibung, Verschleiß und Wärmeleitung deutlich.
Duroplaste: harte, formstabile Werkstoffe für Stütz- und Führungsfunktionen.
Duroplaste sind keine weichen Elastomere. Ihre Rolle liegt häufig in formstabilen, drucktragenden, isolierenden oder stützenden Bauteilen. Sie kommen ins Spiel, wenn Kriechen, Temperatur, Steifigkeit oder Dauerlast wichtiger sind als elastische Rückstellung.
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Phenolharz-Gewebe
Mechanisch robust, temperaturstabil und elektrisch isolierend — geeignet für harte Stütz-, Führungs- und Isolierelemente.
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Epoxidharz-Gewebe
Hohe Steifigkeit, Festigkeit und geringe Kriechneigung für präzise Träger-, Führungs- und Stützkomponenten.
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Polyesterharz-Gewebe
Wirtschaftlicher duroplastischer Verbund für moderate Belastungen, einfache Verarbeitung und formstabile Standardbauteile.
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Polyimid / PI
Hochleistungs-Duroplast für hohe Temperaturen, geringe Kriechneigung, Präzision und dauerhafte Formstabilität unter Last.
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PUR-Duroplast
Zäher und dämpfender als viele harte Duroplaste — interessant für abriebfeste, formstabile Bauteile mit dynamischer Belastung.
Duroplaste
Wenn Formstabilität wichtiger ist als elastische Rückstellung.
Wir grenzen ein, ob Phenolharz, Epoxidharz, Polyesterharz, Polyimid oder PUR-Duroplast zur tragenden Funktion passt.
Verbund- und Faserwerkstoffe: Druckfestigkeit für statische Dichtstellen.
Verbund- und Faserwerkstoffe werden besonders dort relevant, wo statische Dichtstellen, Flanschverbindungen, hohe Flächenpressungen, Dampf, Temperaturwechsel oder geringe Kaltverformung im Mittelpunkt stehen.
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Graphit-Verbund
Temperatur- und chemikalienstark, gleitfähig und wärmeleitend — relevant für statische Hochtemperatur- und Prozessanwendungen.
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Aramid-Verbund
Sehr druckfest, zugfest und kriecharm für Flanschdichtungen, Stützscheiben, Führungssegmente und formstabile Trägerteile.
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Faserstoff / Zellulose
Bewährte, wirtschaftliche Lösung für Standard-Flanschdichtungen und moderate statische Dichtaufgaben mit guter Verarbeitbarkeit.
Flansch & Druck
Statische Dichtstelle mit Druck, Dampf oder Temperaturwechsel?
Für Flanschdichtungen zählen Medium, Flächenpressung, Oberflächenrauheit und Langzeitverhalten stärker als der Werkstoffname allein.
Welcher Werkstoff passt zu welcher Dichtungsaufgabe?
Die Matrix ersetzt keine technische Auslegung, hilft aber bei der ersten Orientierung. In der Praxis müssen immer Medium, Temperatur, Druck, Geschwindigkeit, Oberfläche, Einbauraum und Zulassungen zusammen bewertet werden.
| Wenn Sie suchen nach | Erste Werkstoffgruppe | Typische Kandidaten | Prüfpunkt |
|---|---|---|---|
| Dichtungswerkstoff für Hydrauliköl | Elastomere, PU | NBR, HNBR, FKM, PU, TPU | Temperatur, Druckspitzen, Abrieb und Extrusion prüfen. |
| Dichtung für Wasser, Heißwasser oder Dampf | Elastomere, Faserwerkstoffe | EPDM, Graphit, geeignete Faserstoffe | Ölkontakt ausschließen und Dampf-/Temperaturprofil bewerten. |
| Werkstoff für aggressive Chemikalien | PTFE, Hochleistungs-Elastomere | PTFE, PTFE-Compounds, FKM, FFKM | Medium, Konzentration, Temperatur und Reinheitsanforderung abgleichen. |
| Niedrige Reibung oder Stick-Slip-Vermeidung | PTFE-Compounds, Thermoplaste | PTFE-rein, PTFE-Kohle, PTFE-Graphit, POM, PEEK | Gegenlaufpartner, Oberfläche, Schmierung und PV-Belastung prüfen. |
| Führungsring, Stützring oder Präzisionsteil | Thermoplaste, Duroplaste | PA, POM, PEEK, Phenolharz, Epoxidharz, Polyimid | Maßhaltigkeit, Feuchteaufnahme, Kriechen und Fertigungstoleranz beachten. |
| Flanschdichtung oder statische Hochdruckstelle | Verbund- und Faserwerkstoffe | Graphit, Aramid-Verbund, Faserstoff / Zellulose | Flächenpressung, Oberflächenrauheit, Temperaturwechsel und Medium prüfen. |
| Lebensmittel, Pharma, Medizin oder Reinheit | Elastomere, PTFE | VMQ, FVMQ, PTFE, FFKM | Zulassungen, Extraktion, Kontamination und Dokumentation klären. |
Auswahlhilfe
Die Matrix liefert eine Vorauswahl — die Anwendung entscheidet.
Teilen Sie uns Medium, Temperatur, Druck, Bewegung und Einbauraum mit. Wir prüfen, welche Werkstoffgruppe realistisch passt.
Warum die konkrete Mischung wichtiger ist als der Werkstoffname.
Datenblattwerte sind nur der Startpunkt. Im Betrieb wirken Medien, Temperatur, Druck, Bewegung, Oberfläche und Fertigungsqualität zusammen. Deshalb ist die beste Werkstoffentscheidung oft eine Kombination aus Vorauswahl, Erfahrung und gezielter Prüfung.
Compound statt Abkürzung
NBR, FKM oder PTFE sind nur Werkstofffamilien. Rezeptur, Füllstoffe, Härte, Vernetzung und Freigaben entscheiden, ob ein konkreter Compound wirklich passt.
Parker Prädifa
Als Parker-Prädifa-Distributor greifen wir auf bewährte Dichtungswerkstoffe und Compounds zurück, die in industriellen Anwendungen erprobt sind.
Auslegung
Für eine belastbare Empfehlung benötigen wir Medium, Temperaturbereich, Druck, Bewegung, Einbauraum, Oberflächen und vorhandene Zeichnungen oder Muster.
Werkstoffberatung
Unsicher zwischen NBR, EPDM, FKM, PTFE, PU oder PEEK?
Schicken Sie uns Einsatzdaten, Zeichnung oder Muster. Wir grenzen geeignete Werkstoffgruppen ein und prüfen, welche Compounds für Ihre Dichtungsaufgabe sinnvoll sind.
Häufige Fragen zu Werkstoffen für Dichtungen.
Welcher Werkstoff eignet sich für Hydraulikdichtungen?
Für viele Hydraulikanwendungen sind NBR, HNBR, FKM sowie PU oder TPU relevant. NBR ist oft der wirtschaftliche Standard für Hydrauliköl, HNBR bietet mehr Alterungs- und Temperaturreserve, FKM ist stärker bei Hitze und Medienbelastung. PU und TPU sind besonders interessant bei dynamischen Dichtungen mit Abrieb, Extrusionsgefahr oder hohen Standzeitanforderungen.
Was ist der Unterschied zwischen NBR, EPDM und FKM?
NBR ist stark bei Ölen, Fetten und vielen Kraftstoffen. EPDM ist stark bei Wasser, Heißwasser, Dampf, Witterung und polaren Medien, aber ungeeignet für Mineralöle und Kraftstoffe — dafür geeignet für glykolbasierte Bremsflüssigkeiten und phosphatesterbasierte Hydraulikflüssigkeiten. FKM bietet deutlich bessere Temperatur- und Chemikalienbeständigkeit als viele Standard-Elastomere und wird eingesetzt, wenn NBR oder EPDM an Grenzen kommen.
Wann ist PTFE besser als ein Elastomer?
PTFE ist sinnvoll, wenn chemische Beständigkeit, niedrige Reibung, Reinheit oder ein sehr breites Temperaturfenster wichtiger sind als elastische Rückstellkraft. Bei Druck, Bewegung oder Verschleiß werden häufig gefüllte PTFE-Compounds eingesetzt, weil sie Kaltfluss reduzieren und das Gleit- oder Verschleißverhalten verbessern.
Welche Werkstoffe eignen sich für Dampf oder Heißwasser?
EPDM ist ein wichtiger Elastomerwerkstoff für Wasser, Heißwasser und Dampf. Bei statischen Flanschverbindungen oder höheren Temperaturen können Graphit-Verbund oder geeignete Faserwerkstoffe relevant sein. Ölkontakt, Temperaturprofil und Druck müssen in jedem Fall separat geprüft werden.
Welche Werkstoffe werden für Führungsringe und Stützringe verwendet?
Für Führungs- und Stützfunktionen werden häufig PA, POM, PEEK, PTFE-Compounds, Phenolharz-Gewebe, Epoxidharz-Gewebe, Polyimid oder Aramid-Verbund eingesetzt. Die Auswahl richtet sich nach Last, Temperatur, Reibung, Feuchtigkeit, Kriechneigung und geforderter Maßhaltigkeit.
Offene Frage
Noch unsicher, welcher Dichtungswerkstoff passt?
Wir ordnen Ihre Anwendung technisch ein und empfehlen geeignete Werkstoffgruppen oder konkrete Compounds.
