NORMEN

EN 751-2 – Nicht aushärtende Dichtpasten für Gewindeverbindungen

Symbolbild für nicht aushärtende Gewindedichtpaste für Rohrverbindungen nach EN 751-2.

EN 751-2 normiert nicht aushärtende Dichtpasten für Gewindeverbindungen in Rohrleitungsinstallationen. Im Gegensatz zu anaeroben Dichtmitteln bleiben diese Pasten flexibel und ermöglichen ein späteres Lösen und Nachjustieren der Verbindung.

Aktualisiert 10. Juli 2026
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Was ist EN 751-2?

EN 751-2 ist Teil der EN-751-Normenreihe und legt Anforderungen an nicht aushärtende Gewindedichtmittel für metallische Gewindeverbindungen fest. Im Gegensatz zu anaeroben Dichtmitteln (EN 751-1) härten diese Produkte nicht aus — sie behalten ihre pastöse oder weiche Konsistenz dauerhaft.

Eigenschaften nicht aushärtender Gewindedichtmittel:

  • Pastöse Konsistenz — bleibt dauerhaft flexibel
  • Gute Fließfähigkeit unter Anzugsdruck — füllt Gewindespalte gut aus
  • Verbindung bleibt nachträglich lösbar ohne Erwärmung
  • Oft kombiniert mit Hanf- oder PTFE-Faden als Füllmaterial
  • Breit einsetzbar bei Wasser, Gas, Dampf und vielen anderen Medien

Prüfanforderungen nach EN 751-2:

  • Gebrauchstauglichkeit (Dichtigkeit bei Mindestanlegungen)
  • Medienverträglichkeit (Wasser, Gas, verschiedene Flüssigkeiten)
  • Temperaturbeständigkeit
  • Lagerungsstabilität
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EN 751-2 versus EN 751-1 und EN 751-3

Dichtverfahren
Eigenschaft
Typischer Einsatz
EN 751-1 (anaerob)
Härtet aus, dauerhaft fest, vibrationssicher
Metallarmaturen, Maschinenbau, Gasleitungen Metall
EN 751-2 (Paste)
Härtet nicht aus, weich, lösbar
SHK-Installationen (Sanitär/Heizung/Klima), Gas, Wasser
EN 751-3 (PTFE-Band)
Mechanisch festes Band, nicht aushärtend
Kunststoffgewinde, Übergangsverbindungen

Was HP-Dichtungen zu EN 751-2 bietet

  • Praxisberatung Dichtpaste vs. PTFE-Band

    Wir helfen bei der Auswahl des richtigen Dichtverfahrens für Ihre Installations-Anwendung.

  • Kombinierbar mit Hanf oder PTFE-Faden

    Dichtpaste wirkt als Gleitmittel und Dichtmasse gleichzeitig — typischerweise in Kombination mit Hanf oder PTFE eingesetzt.

  • Lösbarkeit als konstruktiver Vorteil

    Wenn Verbindungen für Wartung oder Umrüstung geöffnet werden müssen, ist Dichtpaste gegenüber ausgehärteten Dichtmitteln vorteilhaft.

  • DVGW-Zulassung prüfen

    Für Gas- und Wasseranwendungen in Deutschland ist die DVGW-Zulassung das entscheidende Kriterium — parallel zur EN-Konformität.

Häufige Fragen zu EN 751-2

Wann Dichtpaste, wann PTFE-Band?

PTFE-Band (EN 751-3) ist einfach zu verarbeiten und bevorzugt für Kunststoffgewinde und kleine Nennweiten. Dichtpaste (EN 751-2) dichtet besser bei gröberen Gewindetoleranzen, ist fließfähiger und eignet sich gut für größere Nennweiten und wenn gleichzeitig ein Gleitmitteleffekt erwünscht ist.

Gilt die EN-751-2-Zulassung auch für Gas?

Für Gasinstallationen in Deutschland ist die DVGW-Zulassung maßgebend, diese ist neben der EN-Konformität erforderlich. Produkte mit DVGW-Zulassung haben typischerweise die EN 751-2 als Prüfbasis.

Kann Dichtpaste mit anderen Dichtungswerkstoffen kombiniert werden?

Ja, Dichtpaste wird häufig mit Hanf (traditionell) oder PTFE-Faden kombiniert. Diese Kombination ist in vielen SHK-Installationsanleitungen vorgesehen und normativ zulässig.

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Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen technischen Information und stellt keine verbindliche Auslegung der genannten Normen oder Standards dar. Verbindlich sind ausschließlich die jeweils gültigen Originalfassungen der entsprechenden Normen sowie die Anforderungen des jeweiligen Anwendungsfalls. Für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Inhalte wird keine Haftung übernommen.